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2.5 - Der Unfall 

Freitag, Juni 09, 2006

Während der ersten Tage als frischer Christ war John draußen im Gebet vertieft. Plötzlich fing er an, in einer neuen Sprache zu beten, die er vorher noch nicht gesprochen hatte. Die Worte sprudelten nur so aus ihm raus. John war überrascht und meinte bald, dass es sich wohl um das Phänomen handelte, das die Bibel “Zungenrede” nannte – das Reden in einer neuen Sprache, das vom Heiligen Geist eingegeben war. Als er daheim mit Carol über diesen Vorfall redete, waren die beiden der Meinung, dass er das doch besser lassen sollte. Beide waren in ihrem Glaubensleben noch recht unerfahren, was sie aus einer frischen Perspektive an Dinge herangehen lies, aber gleichzeitig an manchen Stellen unsicher machte. Auch die Gemeinde stand solchen Sachen eher skeptisch gegenüber und der Pastor empfahl ihnen, keine Zungenrede mehr zu praktizieren. Das schloss dieses Kapitel mit übernatürlichen Phänomenen zunächst ab, bis es sich einige Monate später wieder von selbst öffnete. Carol beschreibt das Ereignis, das ihre abhelende Haltung gegen diese ungewöhnlichen Praktiken hinterfragte, die sie direkter in Berührung mit dem Übernatürlichen brachte.

“Unser dreijähriger Sohn Sean war auf eine seiner vielen Entdeckungsreisen gegangen (er hieß deswegen in der Nachbarschaft auch Gulliver) und kam am Ende der Straße in einen Bienenstock. Wir haben ihn gehört bevor wir ihn sehen konnten, wie er von hunderten von Bienen übersät war und ihr Stiche und Bisse ertragen musste. Wir rannten auf ihn zu, John riss ihm die Kleider runter, weil die Bienen darunter waren, und ich strich sie von seiner Haut, aus den Haaren und zog die Stiche raus. Er schrie nur: „Fliegen! Fliegen!“

Wir wollten ihn so schnell wie möglich ins Krankenhaus bringen, sobald wir zurück in unserem Haus waren, denn wir wussten, dass er von den Stichen sterben könnte und ich weiß nicht, warum wir es nicht getan haben. John trug Sean in seinen Armen und begann, laut in Zungen zu beten. Er legte ihn dann auf unser Bett und betete mit seinen Händen auf ihm. Ich kniete auf der anderen Seite des Betts und sah zu und hörte, wie John etwas in Chinesisch sprach und wartet, bis die Schwellungen anfingen. Aber statt Schwellung sah ich wie die roten Punkte der Stiche einer nach dem anderen verschwanden, mindestens 50 Stück, bis schließlich alle weg waren und er friedlich schlief. Man konnte noch nicht mal mehr erkennen, wo er gestochen wurde. Am Abend gingen wir wie jeden Sonntag in die Kirche. Dort erzählten wir mit Begeisterung, was uns passiert war; nur um die Nüchternheit der Gemeinde zu spüren, die gerade eine Krise wegen Zungenreden durchlebt hatte und das nicht noch mal wollte. Sie taten uns leid”.

Diese Erfahrung brachte John und Carol in Konfrontation mit Erlebnissen, wie sie bei den Jesus People-Treffen öfter auftraten. Allerdings waren die beiden nicht auf der Suche nach solchen „übernatürlichen“ Erlebnissen. Vielmehr hatten sie es früher abgelehnt und waren in einem Umfeld, die das bewusst nicht haben wollte. Aber dennoch hatten sie erlebt, wie Heilung und Zungenrede in einer Krisensituation ihr Leben beeinflusst hatte. Sie waren sich aber nicht klar, wie sie mit diesem Erlebnis umgehen sollten. Noch nicht.

Hi Marlin

Hmm, erklärst Du "Zungenrede" noch in einem Anhang? Du machst glaub so was, gell?

Hier scheint's mir wichtig zu sein, insbesondere, weil hierzu auch unterschiedliche Überzeugungen und Ansichten vertreten sind - wie schon damals :-).

Gruss

Oli

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