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3.5 Worship worldwide 

Montag, September 11, 2006

Worship, word, works - das waren die Elemente, die charakteristisch für Vineyard waren. Ed Piorek nannte diese drei Bausteine später "Classic Vineyard". Works bezeichnete die Praxis Jesus und die Demonstration von Gottes Reich. Es ging darum, die Gegenwart Gottes einzuladen und wahrzunehmen, Worten der Erkenntnis und Prophetien raum zu geben und für Menschen mit Nöten oder Herausforderungen zu beten . Word - viele Menschen waren angetan von der lebensnahen und demütigen Präsentation von Gottes Wort. Es waren weniger absolute Wahrheiten, die einem um die Ohren geschlagen wurden, sondern Menschen, die Geschichten aus ihrem Leben erzählten und dabei ihre Fehler nicht verhehlten. Das Ziel der Perdigten war, eine natürliche Hingabe an Jesus zu fördern und dazu einzuladen. Worship - die Anbetung war gekennzeichnet durch Innigkeit, ein persönliches Verhältnis zu Gott und Musik wie sie in vielen Kirchen noch nicht bekannt war mit Schlagzeug, E-Gitarren und mit kalifornischer Lockerheit (Surf-Musik wie einige es auch nannten).

John war als professioneller Musiker schnell mit dabei, einen eigenen musikalischen Stil zu entwickeln, der zu den Inhalten passte, und auf einem professionellen Niveau war. Bald wurde Kassetten und LPs unter dem Namen "Songs of the Vineyard" aufgenommen, die den Liedern Verwendung in anderen Gemeinden bescherte. 1985 erschienen die Alben "Hosanna" und "You are here", die versuchten, die Live-Atmosphäre der Anbetung aufzufangen. Keine leichte Aufgabe, denn damals waren die technischen Möglichkeiten noch sehr beschränkt und so mussten die Techniker Pionierwege einschlagen, um die Atmosphäre und die Klänge auf Band zu bringen. 1987 wurden dann eigene Studioräume gebaut und die Serie "Touching the Father's Heart" veröffentlicht. Unter diesem Banner wurden 4x jährlich Alben veröffentlich, inklusive Liederbuch und Overhead-Folien, die weltweit Verbreitung fanden. Als dann 1990 das Label Vineyard Music gegründet wurde, stand der Name "Vineyard" in den 90ern als Synonym für Anbetung in vielen Kreisen. Zur Hochzeit wurde 85% Marktanteil in diesem neuen Musiksegment gehalten.

In den frühen Neuzigern zog dann auch ein junger Musiker aus Kansas City nach Anaheim, um die Anbetungsleiter in der Vineyard-Gemeinde zu werden. Kevin Prosch war ein experimenteller Musiker und drückte durch großer Ehrlichkeit und Experimentierfreude der Vineyard-Anbetung seinen Stempel auf. In seinen Sessions nahm er sich mit seiner Band Zeit, experimentelle Klänge in die Anbetung einzubringen, oder einfach für mehrere Minuten spontan zu singen. Kevins Alben "Even so come" und später "Journeys of life" spiegeln Aspekte dieser Authenzität und Kraft wieder. Bei einem Auftritt auf dem Soul Survivor Festival in England sang Kevin während der gesamt 1,5 Stunden Anbetungszeit kein einziges Lied, statt dessen spielte er diverse Instrumente, prophezeite, sang Bibelstellen und bekannte Sünden. Die Hälfte der Teilnehmer ging zurück in ihr Zelt, die anderen staunten und erlebten Durchbrüche in ihrem geistlichen Leben wie selten zuvor. Diese Mischung von Innovation, Risikobereitschaft und Vertrauen auf Gottes Wirken war charakteristisch für die Anbetung der Vineyard, die zur führenden Kraft im Bereich Anbetung geworden war.

Teach us oh Lord what it really means
To rend our heart instead of outer things
Teach us god what we do not see
About our hearts and of our ways
And father deal with our carnal desires to
Move in your power but not live the life
And love our neighbor with all that we have
And keep our tongues from saying things we have not seen

Oh break our hearts with the things that break yours
If we sow tears we will reap in joy
That we might pass through your refining fire
Where brokenness awaits on the other side

Was die Musik und den Ansatz der Vineyard zugänglich machte waren Konferenzen, die in den USA und weltweit veranstaltet wurden. Diese wurden zum Teil von Vineyard selbst organisiert, und vor allem international von lokalen Gemeinden oder Werke getragen. In England waren David Watson und David Pytches, sowie die Holy Trinity Brompton in London mit Sandy Millar häufig die Veranstalter. In Deutschland richtete die Geistliche Gemeindeerneuerung (GGE) die Konferenzen aus. Eine der ersten Konferenzen auf deutschem Boden war 1987 in Frankfurt die Konferenz "Evangelisation in der Kraft des Heiligen Geistes". John Wimber kam auch auf eine Reihe von anderen Konferenzen als Redner vor. Bei den Konferenzen in aller Welt kam John zumeist mit einem großen Team von freiwilligen Mitarbeitern, die ihre Flüge und Unterkunft selbst bezahlten, um das Reich Gottes weitergeben zu können. Bei einer Konferenz in London brachte er 150 zumeist Jugendliche mit sich. Sie waren dann häufig verantwortlich für die Gebetszeit nach den Veranstaltungen als Menschen auf die Botschaften reagierten und sie für Heilung, Zeichen und Wunder öffneten. Es kam auch nicht selten vor, dass John die Ansprachen an Leute aus seinem Team weitergab. Teils stimmte er sie erst Minuten vor dem Beginn der Veranstaltung darauf ein. Martin Bühlmann erlebte eine solche Situation bei einer Konferenz in Südafrika als John 5 Minuten vor dem Beginn der Hauptveranstaltung am Abend Martin ein paar Blätter in die Hand drückte und meinte: "Hier sind die Notizen. Du lehrst heute Abend."

Ich weiss noch genau, wie ein Freund aus unserm Hauskreis von einem USA Tripp zurück kam. Er brachte ein Tape mit, was den Titel "Draw me closer" trug. Dazu Texte und Gitarrenriffs. Bis zu dem Zeitpunkt wurden bei uns nur Deutsche Lieder aus einem Blauen Buch gesungen. Alle so eine Mischung aus Kirchentag und Manfred Siebald.
Dieses Tape hat unsere Gebetszeiten stark beeinflusst.

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