Montag, September 11, 2006
Was brachte der Vineyard diese Wirkung und Offenheit an verschiedenen Orten? Zunächst waren das Verständnis und die Praxis vom Reich Gottes maßgebend. Das Reich Gottes gab der Vineyard einen Rahmen, in dem sie sich bewegte. Niemand hatte das bisher zum Hauptfokus einer Gemeinde gemacht, ganz abgesehen davon, dass es nicht nur um die Theorie sondern um die praktische Umsetzung ging. Jesus lehrte nicht nur über das Reich Gottes, sondern demonstrierte es. Er lebte die Zukunft von Gottes Reich! Jesus sagt: "Wenn ich durch den Finger Gottes die bösen Geister austreibe, so ist das Reich Gottes zu euch gekommen" (Lk 11,20 = Mt 12,28). Mit der Zeit wurde das in gelehrten Kreisen theoretisch diskutiert und teils auch akzeptiert, aber die wenigsten Gelehrten (oder Pastoren) praktizieren auch das Reich Gottes. In der Pfingstbewegung gibt es eine große Vorliebe für das übernatürliche Wirken Gottes, aber nicht im theoretischen Rahmen von Gottes Reich. Das gelebte Reich Gottes ist daher relativ neu und ungewöhnlich - nur zwei Bewegungen leben diese Praxis: die New Wine Bewegung (bekannt durch Soul Survivor), die aus John Wimbers Wirken in England stark beeinflusst wurde, und die Vineyard.
Auch der historische Hintergrund trägt zur Kraft der Vineyard bei. Zum einen gab es die charismatische Erneuerung, die das Wirken des Heiligen Geistes betonte und die Leute für das Übernatürliche sensibilisierte. Das veränderte viele Gemeinden, sich nicht nur auf rationale Wissensvermittlung zu konzentrieren, sondern die Emotionen, Erfahrungen und Erlebnisse mit in ihren Gottesdienst einzubeziehen. Hinzu kam die Jesus People Bewegung, die Gemeinde benötigte, die kulturell flexibel und relevant waren. Dieser Pragmatismus zeichnete John und die Vineyard von Anfang an aus. Der Stil passte auf die Kultur und man nahm kulturelle Einflüsse wie Rock-Musik gerne mit auf. Diese beiden Strömungen trafen auf die Theologie, die John auf Basis von George Ladd entwickelte - das Verständnis vom Reich Gottes. Die Konvergenz dieser drei Strömungen bildet die Power der Vineyard Bewegung. Der südafrikanische Vineyard-Theologe Derek Morphew warnt davor, die Theologie zu vernachlässigen: "Gemeinden, die pragmatisch sind und offen für das Wirken des Heiligen Geistes, sind in der zweiten Generation gefährdet, spiritistisch und liberal zu werden, weil ihnen der Rahmen fehlt, in dem flexible Strukturen und das Offenheit für geistliche Erfahrungen stattfinden kann."
Auch der historische Hintergrund trägt zur Kraft der Vineyard bei. Zum einen gab es die charismatische Erneuerung, die das Wirken des Heiligen Geistes betonte und die Leute für das Übernatürliche sensibilisierte. Das veränderte viele Gemeinden, sich nicht nur auf rationale Wissensvermittlung zu konzentrieren, sondern die Emotionen, Erfahrungen und Erlebnisse mit in ihren Gottesdienst einzubeziehen. Hinzu kam die Jesus People Bewegung, die Gemeinde benötigte, die kulturell flexibel und relevant waren. Dieser Pragmatismus zeichnete John und die Vineyard von Anfang an aus. Der Stil passte auf die Kultur und man nahm kulturelle Einflüsse wie Rock-Musik gerne mit auf. Diese beiden Strömungen trafen auf die Theologie, die John auf Basis von George Ladd entwickelte - das Verständnis vom Reich Gottes. Die Konvergenz dieser drei Strömungen bildet die Power der Vineyard Bewegung. Der südafrikanische Vineyard-Theologe Derek Morphew warnt davor, die Theologie zu vernachlässigen: "Gemeinden, die pragmatisch sind und offen für das Wirken des Heiligen Geistes, sind in der zweiten Generation gefährdet, spiritistisch und liberal zu werden, weil ihnen der Rahmen fehlt, in dem flexible Strukturen und das Offenheit für geistliche Erfahrungen stattfinden kann."
