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3.2 Power Evangelisation 

Montag, September 11, 2006

Power Evangelisation war der Name dieser neuen Erfahrung, die jetzt charakteristisch für die Gemeinde war und auch in anderen Gemeinden immer weitere Kreise zog. Power Evangelisation leitete sich direkt vom Verständis vom Reich Gottes ab, indem Werke die Verkündigung von Gottes Reich unterstreichen. Die Werke oder Wunder überwinden auch den Widerstand, den viele Leute gegenüber dem Evangelium haben. Grundlegend dafür ist die Beobachtung, dass Jesus dies selbst häufig so getan hat: er redet über Gottes Reich und demonstrierte es dann. Oder demonstrierte es zuerst, und erklärt es dann. Diese Praxis Jesus wurde zum zentralen Punkt von John Wimber und der Vineyard. Ein Beispiel illustriert, wie das erlebt wurde:

"Ich flog einst in einem sehr vollen Flugzeug freitagmittags nach Hause. Die Geschäftsleute sind alle gestresst oder besoffen - abhängig ob sie in der Woche gewonnen oder verloren haben. Es liegt viel Ärger und negative Energie und Verführung in der Luft. Es war kein Spaß, aber ich hatte meine Familie 2-3 Wochen nicht gesehen und ich wollte heim an dem Wochenende. Wir flogen also vor uns hin. Als ich rumschaute, sah ich plötzlich einen Namen auf der Brust eines Mannes schräg gegenüber auf dem Gang. Das war das erste Mal, das mir das passiert ist - seither ist es mir oft passiert. Er merkt, dass ich ihn anschaue und schaut zu mir. "Was ist los?" schnauzt er mich an. "Es tut mir leid. Entschuldigen Sie, dass ich sie angeschaut habe," meinte ich. "Was ist los? Was schauen an?" "Was bedeutet der Name ... für Sie?" Und er riss die Augen auf. Sein Gesicht wurde weiß und er ließ den Mund offen stehen. "Wer hat Ihnen über sie erzählt?" Niemand hatte mir was gesagt bis zu dem Moment, aber dann wusste ich. Ich bat ihn, mit mir in einen ruhigeren Teil des Flugs zu kommen und ich sagte ihm, was ich über sie wusste. Und er hatte einfach Todesangst, "ich liebe meine Frau wirklich." "Aber Sie leben nicht wirklich so." "Sie werden ihr doch nichts sagen, oder?!" "Ich nicht, aber ich weiß jemand, der ihr es sagen wird." "Wer?" "Sie." "Ich?" "Ja, Sie werden nach Hause gehen, und ihr das sagen. Sie werden sie um Vergebung bitten und mit den Konsequenzen leben." Ein paar Monate später habe ich einen wunderschönen Brief von ihnen bekommen. Er hat genau das getan. Er hat noch nicht mal gewartet, bis sie daheim waren. "Bevor wir losfahren," meinte er zu seiner Frau, "muss ich dir was erzählen." Dieser Mann wusste etwas über die Furcht Gottes. Er hat sich daraufhin bekehrt, und später seine Frau auch."

Diese Demonstration von Gottes Kraft musste aber nicht immer mit einer klassischen Darbietung von Jesus Kreuzestod zusammenkommen. Manchmal wurden nur Aspekte des Reiche Gottes deutlich, die aber auch die Praxis von Jesus widerspiegelten. Als Zachäus eine Begegnung mit Jesus hat, bekommt dieser auch keinen 5-Punkte Plan geliefert, aber erlebt durch die Handlungen die Annahme und Vergebund im Reich Gottes wie wenige andere Menschen. John Wimber hatte ein ähnliches Erlebnis einst:

"Vor ein paar Jahren war ich in Dallas, um an einer Konferenz zu sprechen. Ich sollte abgeholt werden, aber der Fahrer war offensichtlich zu spät und konnte mich nicht finden. Also saß ich am frühen Nachmittag in der Lobby des Hotels und wartete. Es war 2 Uhr und ich sollte um 3 Uhr sprechen. Da kommt eine junge Frau in den Raum und hatte so einen kleinen Koffer dabei. Ich schaute einmal zu ihr hin und wusste, dass sie da war, um eine Affäre zu haben. Ich wusste auch, dass sie zugesagt hatten, ohne es wirklich zu wollen. Ich kämpfte mit diesem Eindruck für ungefähr 5 Minuten. "Oh Gott," dachte ich, "ich hasse diese Aufträge. Was soll ich ihr sagen? Wie kann ich das ansprechen?" Sie sah wie eine respektable Person aus. Man kann da nicht einfach hingehen und sagen: "du bist gerade dabei Ehebruch zu begehen!" Ich wartete also etwas und ich bekam keine Ideen bis ich zu ihr hingelaufen bin. Das war schon immer so - du bekommst du genauen Eindrücke nicht, bist du dich aufmachst und losgehst. Als ich dann einen Meter vor ihr stand, schaute sie hoch. Als sich unsere Blicke kreuzten kam aus meinem Mund: "Sie wollen das nicht wirklich tun." Tränen schossen ihr in die Augen: "Was meinen Sie?" "Sie wollen nicht hier sein. Sie wollen nicht wirklich das tun, auf das Sie sich eingelassen haben. Sie wollen nach Hause gehen. So sauber wie Sie hier her gekommen sind." Sie meinte: "Was meinen Sie damit?" Ich sagte: "Sie wissen doch, was ich meine." Da öffnete sie sich und sagte: "Ich will nicht hier sein, aber ich weiß nicht, was ich tun soll." "Gehen Sie einfach zum Portier, bitten sie um einen Zettel und schreiben Sie eine Nachricht - Es tut mir leid, aber ich konnte es einfach nicht. Tschüss - dann schreiben Sie ihren Vornamen darunter und gehen." Sie fragte: "Ist das alles?" "Ich verspreche es Ihnen." Also ging sie zum Portier, schrieb einen Zettel, faltete das Papier zusammen und steckte es in einen Brief. Sie schrieb den Namen des Typen auf die Vorderseite und sagte: "Jemand wir in ein paar Minuten kommen. Können Sie ihm das geben? Ich muss gehen." Und mit jedem Schritt, den sie ging, wurde sie leichter. Sie war so froh als sie durch die Tür ging. Als sie den Parkplatz erreichte, sprang und rannte sie fast.

Wie habe ich ihr da das Evangelium vermittelt? Sie weiß mehr über Vergebung als die meisten Leute. Sie versteht Erlösung besser als viele andere. Als sie die Lobby verließ, drehte sie sich um zu mir und fragte: "wer sind Sie?" Ich meinte: "Das ist nicht so wichtig. Entscheidend ist, für wen ich stehe. Jesus Christus - der Sohn Gottes. Merken Sie sich den Namen. Der wird Sie reinbringen.""

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