Montag, September 11, 2006
Power Evangelisation war ein neuer Ansatz in der westlichen Christenheit und wurde zu einem prominenten Merkmal von Johns Gemeinde. Allerdings war John mit seiner Gemeinde im Verband der Calvary Chapels, und die hatten ja schon vor Jahren die Entscheidung vollzogen, solche Phänomene weniger zu betonen und stattdessen eher die geordneten Bahnen zu suchen. John tat jetzt im Zentrum seines Dienstes, was bei Calvary eher im Hinterzimmer lief. Nach einer Weile ergab sich da Gesprächsbedarf.
Im April 1982 lud Chuck Smith, der Chef des Calvary Chapel Verband, einige Pastoren zu einer Tagung in Lake Arrowhead, Kalifornien ein. Es waren etliche Calvary-Leiter dort, unter anderem John Wimber und Kenn Gulliksen. Mit der Zeit wurde klar, dass einigen die Betonung von John auf das Wirken des Heiligen Geistes nicht passte. Man schlug vor, dass John mit den Gemeinden ein Bündnis bildete, die Kenn Gulliksen leitete, da sie sich inhaltlich und vom Stil nahe standen. Diese könnten unter dem Kenns Namen "Vineyard" laufen und wäre immer noch Teil des Calvary-Verbands. Für John war das Misstrauen der anderen Pastoren tief verletzend und ihm wurde in der Folge bewusst, dass die theologischen Differenzen so grundlegend waren, dass sie nicht im Calvary-System bleiben könnten.
Obgleich Kenn ein ausserordentliches Talent für Gemeindegründung hatte, war es nicht sein Ziel, eine neue Bewegung ins Leben zu rufen. Unter seiner Führung entstanden einige Vineyard-Gemeinden, an manchen war er selbst beteiligt, bei anderen wirkte er aus der Distanz. Brent und Happy Rue gründeten im Jahr 1977 zwei neue Gemeinden, eine in Big Bear, Kalifornien, und die andere in Lancaster, Kalifornien. Während sich die eine nach einigen Jahren auflöste, wuchs die Gemeinde in Lancaster unter ihrer Leitung auf etwa 1 000 Mitglieder. Auf eine ebenso grosse Anzahl von Leuten kam auch die Gemeinde in San Luis Obispo, die Jack und Susan Little ein Jahr später gründeten. Kenn Gulliksens eigene Gemeinde in Tarxana, westlich von Los Angeles, die zu der Zeit etwa 400 Besucher zählte, zog 1979 in die Nähe von Santa Monica. Er liess Bill und Christy Dwyer und 80 weitere Personen als "Valley Vineyard" zurück. Ausserhalb von Kalifornien entstand die erste Vineyard-Gemeinde im Jahr 1978, als Craig und Sue Mechler in New Bedford, Massachusetts, die Vineyard "East" gründeten.
Kenn und John hatten sich einige Jahre zuvor getroffen. Kenn war ein hervorragender Gründer und erkannte, dass John die Fähigkeiten und Erfahrung hatte, Leiter und Pastoren zu führen. Zudem war Kenn zu dieser Zeit mit seinen 6 Vineyard-Gemeinde überfordert und nahe an einem Burnout. Er hatte das Gefühl, die Gemeinde der Leitung von John unterstellen zu sollen. "Kenn gave the name, John gave the game," so vereinigten zwei Strömungen ihre Stärken und Prägung. Beide sahen in dieser Allianz die Vorteile und so wurde im Mai 1982 die Vineyard-Gemeinde von Anaheim von Chuck Smith offiziell eingesetzt und gesegnet. Es gab nun 7 Vineyard-Gemeinden und einen klaren Leiter.
Ursprünglich war es beabsichtigt, die Vineyard innerhalb des Calvary-Verbands laufen zu lassen, aber mit der Zeit wurde klar, dass es hier in unterschiedliche Richtungen ging. Im Laufe des nächsten halben Jahrs haben sich noch 30 weitere Calvary-Gemeinden der Vineyard angeschlossen, vor allem solche, die mehr vom Heiligen Geist wollten und John persönlich kannten. Dieser Überlauf sollte zu einiger Verstimmung und bleibenden Spannungen zwischen den beiden Bewegungen führen. Schließlich kam es dann auch formal zur Trennung in zwei eigenständige Bewegungen. Aufgrund einer ausführlichen Reportage des christlichen Nachrichtenmagazins Christian Life wurde Wimber und die Vineyard international bekannt (Oktober 1982). Bald kamen Menschen aus der ganzen Welt nach Kalifornien, um Wimbers Gemeinde kennen zu lernen. Die Gemeinde wuchs in den nächsten Jahren auf 6.000 Gottesdienstteilnehmer an.
John war stets darum bemüht, die Erlebnisse weiter zu geben und das Reich Gottes auszubreiten. Daher wurden ab 1980 Missionsreise von der Gemeinde in alle Welt unternommen, zunächst nach England und Südafrika, später dann auch an andere Orte. John nahm jeweils ein Team seiner Gemeinde mit, da er auch diese Chance nutzen wollte, um andere in der Praxis Jesu zu befähigen. Bei einem Trip nach Südafrika nahm John 1982 ein Team von 72 jungen Leuten mit, die alle ihre Flüge und Unterkunft selbst zahlten, um in Südafrika dienen zu können.
Da Kenn und John bereits viel Erfahrung im Gründen von neuen Gemeinden hatten, und ihr Ziel war, ihren Dienst weiterzugeben und flexibel zu gestalten, war es nur natürlich, dass sie weiter einen Schwerpunkt auf Gemeindegründung legen würden. Johns Gemeinde war mittlerweile so groß geworden, dass sie in das zentral gelegenere Anaheim umzogen. Daraufhin wurden Bob und Penny Fulton ausgesandt, um eine neue Vineyard in Yorba Linda zu gründen. Todd Hunter wurde bald der erste Gemeindegründer an der Ostküste und Steve Sjorgren startet eine neue Vineyard-Gemeinde in Cincinatti. Diese Aktivitäten führten dazu, dass im Mai 1983 die VMI (Vineyard Ministries International) gegründet wurde, vor allem Vineyard-Konferenzen zu koordinieren, Vineyard-Musik und -literatur zu verbreiten sowie Gemeindegründungen in den USA zu koordinieren. 1985 wuchs die Zahl der Gemeinde auf 139, im Juli 1986 stand sie bei 233. Der Wachstum forderte eine neue Organisation, die man 1986 mit der AVC (Associaton of Vineyard Churches), um das Lizenzieren und Ordinieren von Pastoren zu regeln, Gemeindegründungsprojekte zu fördern und zu unterstützen, sowie bestehende Gemeinden zu betreuen. John Wimber war sowohl Internationaler Direktor der AVCs als auch Leiter der VMI.
Im April 1982 lud Chuck Smith, der Chef des Calvary Chapel Verband, einige Pastoren zu einer Tagung in Lake Arrowhead, Kalifornien ein. Es waren etliche Calvary-Leiter dort, unter anderem John Wimber und Kenn Gulliksen. Mit der Zeit wurde klar, dass einigen die Betonung von John auf das Wirken des Heiligen Geistes nicht passte. Man schlug vor, dass John mit den Gemeinden ein Bündnis bildete, die Kenn Gulliksen leitete, da sie sich inhaltlich und vom Stil nahe standen. Diese könnten unter dem Kenns Namen "Vineyard" laufen und wäre immer noch Teil des Calvary-Verbands. Für John war das Misstrauen der anderen Pastoren tief verletzend und ihm wurde in der Folge bewusst, dass die theologischen Differenzen so grundlegend waren, dass sie nicht im Calvary-System bleiben könnten.
Obgleich Kenn ein ausserordentliches Talent für Gemeindegründung hatte, war es nicht sein Ziel, eine neue Bewegung ins Leben zu rufen. Unter seiner Führung entstanden einige Vineyard-Gemeinden, an manchen war er selbst beteiligt, bei anderen wirkte er aus der Distanz. Brent und Happy Rue gründeten im Jahr 1977 zwei neue Gemeinden, eine in Big Bear, Kalifornien, und die andere in Lancaster, Kalifornien. Während sich die eine nach einigen Jahren auflöste, wuchs die Gemeinde in Lancaster unter ihrer Leitung auf etwa 1 000 Mitglieder. Auf eine ebenso grosse Anzahl von Leuten kam auch die Gemeinde in San Luis Obispo, die Jack und Susan Little ein Jahr später gründeten. Kenn Gulliksens eigene Gemeinde in Tarxana, westlich von Los Angeles, die zu der Zeit etwa 400 Besucher zählte, zog 1979 in die Nähe von Santa Monica. Er liess Bill und Christy Dwyer und 80 weitere Personen als "Valley Vineyard" zurück. Ausserhalb von Kalifornien entstand die erste Vineyard-Gemeinde im Jahr 1978, als Craig und Sue Mechler in New Bedford, Massachusetts, die Vineyard "East" gründeten.
Kenn und John hatten sich einige Jahre zuvor getroffen. Kenn war ein hervorragender Gründer und erkannte, dass John die Fähigkeiten und Erfahrung hatte, Leiter und Pastoren zu führen. Zudem war Kenn zu dieser Zeit mit seinen 6 Vineyard-Gemeinde überfordert und nahe an einem Burnout. Er hatte das Gefühl, die Gemeinde der Leitung von John unterstellen zu sollen. "Kenn gave the name, John gave the game," so vereinigten zwei Strömungen ihre Stärken und Prägung. Beide sahen in dieser Allianz die Vorteile und so wurde im Mai 1982 die Vineyard-Gemeinde von Anaheim von Chuck Smith offiziell eingesetzt und gesegnet. Es gab nun 7 Vineyard-Gemeinden und einen klaren Leiter.
Ursprünglich war es beabsichtigt, die Vineyard innerhalb des Calvary-Verbands laufen zu lassen, aber mit der Zeit wurde klar, dass es hier in unterschiedliche Richtungen ging. Im Laufe des nächsten halben Jahrs haben sich noch 30 weitere Calvary-Gemeinden der Vineyard angeschlossen, vor allem solche, die mehr vom Heiligen Geist wollten und John persönlich kannten. Dieser Überlauf sollte zu einiger Verstimmung und bleibenden Spannungen zwischen den beiden Bewegungen führen. Schließlich kam es dann auch formal zur Trennung in zwei eigenständige Bewegungen. Aufgrund einer ausführlichen Reportage des christlichen Nachrichtenmagazins Christian Life wurde Wimber und die Vineyard international bekannt (Oktober 1982). Bald kamen Menschen aus der ganzen Welt nach Kalifornien, um Wimbers Gemeinde kennen zu lernen. Die Gemeinde wuchs in den nächsten Jahren auf 6.000 Gottesdienstteilnehmer an.
John war stets darum bemüht, die Erlebnisse weiter zu geben und das Reich Gottes auszubreiten. Daher wurden ab 1980 Missionsreise von der Gemeinde in alle Welt unternommen, zunächst nach England und Südafrika, später dann auch an andere Orte. John nahm jeweils ein Team seiner Gemeinde mit, da er auch diese Chance nutzen wollte, um andere in der Praxis Jesu zu befähigen. Bei einem Trip nach Südafrika nahm John 1982 ein Team von 72 jungen Leuten mit, die alle ihre Flüge und Unterkunft selbst zahlten, um in Südafrika dienen zu können.
Da Kenn und John bereits viel Erfahrung im Gründen von neuen Gemeinden hatten, und ihr Ziel war, ihren Dienst weiterzugeben und flexibel zu gestalten, war es nur natürlich, dass sie weiter einen Schwerpunkt auf Gemeindegründung legen würden. Johns Gemeinde war mittlerweile so groß geworden, dass sie in das zentral gelegenere Anaheim umzogen. Daraufhin wurden Bob und Penny Fulton ausgesandt, um eine neue Vineyard in Yorba Linda zu gründen. Todd Hunter wurde bald der erste Gemeindegründer an der Ostküste und Steve Sjorgren startet eine neue Vineyard-Gemeinde in Cincinatti. Diese Aktivitäten führten dazu, dass im Mai 1983 die VMI (Vineyard Ministries International) gegründet wurde, vor allem Vineyard-Konferenzen zu koordinieren, Vineyard-Musik und -literatur zu verbreiten sowie Gemeindegründungen in den USA zu koordinieren. 1985 wuchs die Zahl der Gemeinde auf 139, im Juli 1986 stand sie bei 233. Der Wachstum forderte eine neue Organisation, die man 1986 mit der AVC (Associaton of Vineyard Churches), um das Lizenzieren und Ordinieren von Pastoren zu regeln, Gemeindegründungsprojekte zu fördern und zu unterstützen, sowie bestehende Gemeinden zu betreuen. John Wimber war sowohl Internationaler Direktor der AVCs als auch Leiter der VMI.
